Organisationstransformation – u-turn
Organisationstransformation – u-turn
Wir machen den u-turn

Wir machen den u-turn

Während die Pandemie uns nach wie vor unsere Aktivität in vielen Bereichen herunterfahren lässt, regt sich in uns ein Wille und Antrieb zur Veränderung. In der Krise lernen wir unsere Flexibilität neu kennen: Wir sind in der Lage, uns mit gemeinschaftlicher Kraft neu zu organisieren und notwendige Veränderungen zu stemmen. Das gilt auch für unser Arbeitsumfeld. Deshalb starten wir jetzt eine Unternehmenstransformation – unseren u-turn.

Ein Kick-off-Bericht von Katharina Schumacher

In welchem Unternehmen wollen wir arbeiten?

Bevor wir uns diese Frage persönlich stellen, vielleicht noch ein paar grundlegende Dinge zu dem Unternehmen in dem wir arbeiten. Das u-institut ist spezialisiert auf kreatives Unternehmer*innentum und wurde mit dem Anspruch gegründet, stets „mit allen Mitteln der Kunst“ zu agieren und die Arbeitsweisen und Methoden der Kultur- und Kreativwirtschaft selbst anzuwenden. Nach wie vor nehmen wir uns vor, auch in unserer täglichen Arbeit danach zu handeln, allerdings gelingt uns das nicht immer.

Seit unserer Gründung sind wir konstant – und meist in Schüben – gewachsen und mittlerweile mehrfach erprobte*r Projektträger*in der öffentlichen Hand. Als solche*r übernehmen wir die Konzeption und gesamte Durchführung von Projekten im Feld von Kreativwirtschaft und (Sozialer) Innovationen. In unserer Arbeit navigieren wir daher täglich in einem Spannungsfeld zwischen Experimentierfreudigkeit, Inspiration und agiler, ergebnisoffener Arbeit und klassisch hierarchischen, teils bürokratischen Strukturen.

In einem solchen Feld braucht es einen klaren Kompass: Es muss uns bewusst sein, wofür wir stehen und wie wir uns positionieren, um den unterschiedlichen Ansprüchen an uns selbst, von Auftraggeber*innen und der Akteur*innen gerecht zu werden. Und so kommen auch wir zu dem Schluss, dem viele Unternehmen in ihrer Entwicklung begegnen:

Wir brauchen die Aufarbeitung der gewachsenen Strukturen, um unsere Werte und Ansprüche an die Arbeitsorganisation weiterhin umzusetzen und außerdem mit Blick in die Zukunft aktiv zu gestalten.

Wir wollen Strukturen hinterfragen und in die Diskussion, Gestaltung und Verhandlung starten: Was hat sich im Wachstum ergeben? Was wollen wir davon behalten, über Bord werfen, ausweiten und hinzufügen?

Wir fangen gemeinsam an, unser Arbeitsumfeld zu gestalten

In unserer Arbeit leitet uns die Überzeugung, dass es Ergebnisoffenheit braucht, um wirklich Neues zu gestalten. Wir orientieren uns also weniger an bestehenden Modellen der Unternehmensorganisation, sondern wir möchten gemeinsam unser eigenes Modell entwickeln. Alle sind eingeladen, ihre Motivation für diese Neugestaltung einzubringen und den Transformationsprozess aktiv mitzugestalten. Der Prozess soll vom gesamten 30-köpfigen Team getragen und gestaltet werden. Dabei geht es um mehr als das Verhandeln von Remote Work nach Corona.

Die Transformation wird darin bestehen, eine (neue) Arbeitsumgebung zu gestalten, die:

jede*n dazu befähigt, sich in der Form einzubringen und zu entwickeln, die der individuellen Persönlichkeit und Arbeitsweise entspricht,

es den Menschen ermöglicht, ihrem Job bestmöglich nachzukommen,

es der Organisation ermöglicht, auch in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich ihre Ziele zu erreichen.

Die Fragen, die sich daran knüpfen, sind: Wie entwickeln wir aus gemeinsamen Werten unser Arbeitsumfeld von morgen? Wie stellen wir strukturell sicher, dass jede*r im Team unabhängig von hierarchischen Ordnungen befähigt ist, seine eigenen Vorschläge erfolgreich in Prozesse einzubringen? Dass es dabei Räume gibt, die Gestaltungs- und Teilhabemöglichkeiten eröffnen, für introvertierte und bedachte Personen genauso wie für extrovertierte und impulsive Mitarbeiter*innen? Welche Bedeutung hat dabei ein neues Verständnis von Rollen und Verantwortungen im und für das Unternehmen? Wie formulieren wir Feedback so, dass es Impulse anstößt und nicht stoppt? Bis hin zu pragmatischen Fragen wie: Wie organisieren wir die Möglichkeit, unsere Zusammenarbeit zu jeder Zeit von jedem Ort optimal zu gestalten?

Die ersten Schritte

Veränderung erfordert jedoch zunächst eine Auseinandersetzung mit dem Status-quo und eine Reflexion der eigenen Rolle darin, denn

Veränderung kann nur gestaltet werden, wenn das eigene Verhältnis dazu geklärt ist.

In anderen Veränderungsprozessen hat sich daher das Konzept von Reflexionsgruppen etabliert und bewährt. Dort können die nächsten Schritte entwickelt, gemachte Entwicklungen gewürdigt, Feedback geben- und anzunehmen gelernt und geübt werden. Darüber hinaus bieten Reflexionsgruppen die Möglichkeit auch erste Veränderungen bei einem selbst einfacher wahrzunehmen.

Als erster konkreter Schritt dieser Veränderung suchen und finden sich daher Reflexionsteams von jeweils ca. 3 Kolleg*innen zusammen. In diesen Gruppen kann während des gesamten Prozesses in regelmäßigen Zusammenkünften reflektiert werden, wie die Organisation wahrgenommen wird und dann auch, wie sich das anfühlt, was fehlt und was gebraucht wird. Dabei leiten uns Fragen wie:

Was machen einzelne Veränderungen mit euch? In welchen Situationen geht es euch gut, wo fühlt ihr euch wohl? Was ist unangenehm? Was nehmt ihr bei euren Reflexionspartner*innen wahr? Was funktioniert gut? Was gestaltet sich als schwierig? Was wollt ihr ausprobieren? Welche Veränderungen wollt ihr anstoßen?

In diesem Austausch wollen wir jedoch nicht verlieren, umsetzungsorientiert zu werden. Es gilt, für die nächsten Entwicklungsschritte nun konkrete Angebote zu machen, die alle in die Situation versetzt, die Unternehmensorganisation mitzugestalten, dabei iterativ und gemeinsam auszuprobieren und erste Ideen und Vorhaben umzusetzen.

Diesen Weg in unserer Transformation wollen wir in den nächsten Monaten dokumentieren und individuelle Gedanken, Entdeckungen und Herausforderungen in einer neuen Reihe zeigen. Wohin die Reise für unsere Organisation führen wird? Das ist noch ungewiss, eine der wichtigsten Hürden haben wir aber bereits genommen: Das gesamte Team losgelöst von ihren aktuellen Verantwortungen, Positionen und Aufgabenfeldern ist offen, gemeinsam den u-turn zu starten. Gehen wir es also an.

 

Kontakt und Fragen:

Katharina Schumacher, schumacher@u-institut.com

Julian Römer, roemer@u-institut.com

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