1 Mrd. € für die Kultur- und Kreativwirtschaft

Der Kreativfonds ist die Idee einer neuen, passgenauen Förderlogik, um die Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft übergreifend und in der Fläche nachhaltig nutzbar zu machen.

uKreativfonds im Überblick

  • 20.000 Kreativunternehmer*innen erhalten Seed-Kapital in Höhe von je 50.000 €
  • Das Kapital steht den Akteur*innen zur freien Verfügung. Bei wirtschaftlichem Erfolg wird das investierte Geld von den Begünstigten, berechnet am Umsatz des Unternehmens, in Raten zurückgezahlt.
  • Der Kreativfonds funktioniert als umgekehrter Generationenvertrag und beginnt, sich nach einer Laufzeit von ca. 5 Jahren zu refinanzieren.
  • Das Kapital wird aus einem Fonds finanziert, der mit 0,023 % des Bundeshaushaltes als Startguthaben ausgestattet ist.
  • Der Kreativfonds ist eine Investition, von der auch der Staat profitiert. Er ist keine weitere (Sozial)-Absicherung, sondern eine Anschubfinanzierung und damit ein tragfähiges Zukunftsmodell für die Entstehung von Innovation.
  • Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine massiv unterschätzte Branche. Ihre Bruttowertschöpfung vor Corona lag bei 106,4 Mrd. Euro – zwischen der Automobil- und der Finanzdienstbranche.
  • Die Gründer*innen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft sind vornehmlich Soloselbständige und Kleinstunternehmer*innen (> 90 %).
  • Kreatives und ökonomisches Potenzial wird noch viel zu wenig genutzt, weil passgenaue Fördermaßnahmen und Investitionen in kreatives Unternehmer*innentum fehlen. Dabei entstehen hier viele relevante Lösungen, um die anstehenden Transformationsprozesse von Gesellschaft und Wirtschaft voranzutreiben und nachhaltig zu gestalten.

Der Kreativfonds ist eine Finanzierung der wichtigsten Ressource, die wir für Innovation haben: Menschen mit guten Ideen.

 

Die Effekte
Durch den Kreativfonds wird kreatives und damit auch wirtschaftliches Potenzial freigesetzt. Gute Ideen, Produkte und Dienstleistungen entstehen unter angemessenen Rahmenbedingungen. Die Gesellschaft wird nicht nur von den Impulsen, sondern auch den Gewinnen der Branche profitieren. Drei wesentliche positive Effekte werden sich einstellen:

  1. Unsere Welt verändert sich rasant. Die Kultur- und Kreativwirtschaft kann diesen Wandel positiv und proaktiv erzählen und gestalten und öffnet damit Möglichkeitsräume für die Zukunft. 

  2. Die Akteur*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft antizipieren zukünftige Entwicklungen. Sie spüren Leerstellen und Transformationsräume auf. Sie sind Indikator und Radar für die gesellschaftlichen Realitäten von morgen: So schaffen sie neue Wege und Möglichkeiten – auch für staatliches Handeln.

  3. Die Kultur- und Kreativwirtschaft kann über lange Sicht mehr Umsätze generieren und sich als attraktive Branche in Deutschland etablieren: Sie entwickelt neue Geschäftsmodelle und zieht kreative und hoch ausgebildete Fachkräfte an. 

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Katja Armbruckner (sie/ihr)
armbruckner@u-institut.com

Katja Armbruckner

Katja Armbruckner

Kommunikation, u-institut

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Katja Armbruckner

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Kommunikation, u-institut

Christoph Backes

Christoph Backes

Geschäftsführung, u-institut und Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes

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Christoph Backes

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Geschäftsführung, u-institut und Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes